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Frieda Langendorff—Konzert-Kritiken
Berlin. Konzert am 4. Oktober 1912.
Bossische Zeitung. Der Liederabend von Frieda Langendorff in der Singakademie war ein künstlerischer Erfolg, der doppelt bedeutsam erscheint, weil Frau Langendorff von der Bühne kommt. (Wir kennen ihre stolze, von haß durchfunkelte Ortrud.) Ihre kraftvolle Stimme entwickelte lyricshe Feinheit, wo es nötig war; sie wies sich als eine durchgebildete Stimme aus und als vollkommen frei vom fatalen Büchnentimbre. Wie gesagt: ein künstlerischer Erfolg.
Figure
Berliner Tageblatt. Eine gute Bortragskünstlerin ist Frieda Langerdorff auch als Konzertsängerin geworden. Sie trägt ihre Lieder mit Temperament und Wärme vor. Ihre schöne Stimme, die kein eigentlicher Ult ist, macht sich besonders bei Sachen, die einen pastosen Stimmklang verlangen, bemerkbar
Lokal-Anzeiger. In der Singakademie gab die hier schon als Opernsängerin bekannte Mezzosopranistin Frieda Langendorff einen außerordentlich gut besuchten Liederabend, der die Künstlerin als eine Konzertsängerin von Distinktion ermies
Geschmack, Ausdruckskraft und gute Beherrschung der Stimme finden sich hier in solchem Maße vereint, daß der Abend zu den gewinnreichen der jungen Saison gezählt werden darf.
Reichsanzeiger. Zu den erfreulichen Erscheinungen im Konzertsaal zählt die Altistin der ehemaligen Gura-Oper Frieda Langendorff, die in der Singakademie einen Lieberabend gab. Die kräftige Stimme der Sängerin strahlte Wärme und Glanz aus, sodaß die Hörer an dem schönen Klang ebensoviel Wohlgefallen empfinden konnten wie an der bemerkenswerten Bortragskunst der Dame.
Signale. Im Saale der Singakademie bot die Sängerin Frieda Langendorff durchweg Bortreffliches. Immer durchpulst ihre musikalische Interpretation dramatisches Leben. Wenn aber Frieda Langendorff dramatisch aus dem Bollen schöpten kann, wie etwa im Liede Der Tod und das Mädchen, dann wuchtet auf einem jene weltvergessende Ergriffenheit, die nur bei ganz großen Leistungen zustande kommt. Ein besonders reiches Empfinden offenbarte die Sängerin bei Beethovens Neues Leben und in Richard Wagners zarten Träumen.
Musical America. (Dr. Jacob.) Frieda Langendorff, the contralto, completely filled the Sing Academy on Friday evening. Mme. Langendorff is a splendid artist of a type which unfortunately seems to be dying out. Where are our prima donnas who can sing a group of Beethoven songs with so much musical splendor as Frieda Langendorff? Die Ehre Gottes, the initial number, at once established that contract between audience and artist that almost ensures the evening's success at the onset. Splendidly disposed vocally, Frieda Langendorff gave her hearers not only an object lesson in tone production, but also in musical expression. The rest of the program was devoted to Schubert, Wagner, Strauss, Brahms and Wolf.
Wien. Konzert am 15. November 1912.
Wiener Fremdenblatt. Frau Frieda Langendorff is eine Altistin von Distinktion. Das bewies ihr Liederabend bei Ehrbar. Er war übrigens ein einziger Schrei nach der Bühne ind wir würden der Künstlerin auch am liebsten wieber im Theater begegnen, wo ihr mächtiges Organ erst voll zur Entfaltung käme. Die dargebotenen Lieder präsentierten sich übrigens in einer bei Bühnensängern sonst seltenen Feinheit der Durcharbeitung im Bortrage, wie denn Frau Langendorff unzweifelhaft eine starke künstlerische Intelligenz ist, die alle Register ihres stahlgraven Mezzos meistert.
Illustriertes Wiener Ertrablatt. Eine nortreffliche Sängerin ist Frieda Langendorff, deren kräftiger Alt gewiß auf der Bühne so recht zu hause sein dürfte, aber auch in Liedern von Schubert, Brahms, Wolf und Marr dank solider Tecknik und großer Empfindung diesmal starke Wirkung erzielte.
Neues Wiener Tagblatt. Frieda Langendorff, die vor einigen Jahren als Gast in der Hofoper erschienen ist, gab nun ein Konzert bei Ehrbar. Ihr dramatisch gefärbter Mezzosopran greift voll und gleichmäßig nach Höhe und Tiefe. Fast scheint diese große Stimme manchmal, über den Rahmen des Liedes hinauszugehen, aber ein warmes, weiches Piano erzielt doch schöne lyrische Wirkungen.
Nueue Zeitschrift für Musik, Leipzig, Nr. 49. Frieda Langendorff (von der Metropolitan-Oper in Newyork) überagte die andere Sängerin an Stimmkunst, Temperament, überhaupt im ganzen künstlerischen Gebaren himmelhoch. Sie war die eigentliche Heldin des ersten Schrammschen Klavierabends, nur wünschte man ihre auch bei Liedern mesentlich dramatisch empfundenen prächtigen Borträge auf der Bühne zu hören, da müßten fie doppelte Wirkung machen.
Hannover. Konzert am 6. Oktober 1912.
Hannoverscher Courier. Einen höhen Genuß bereiteten die Liebervorträge der hier bislang noch völlig unbekannten Sängerin Frieda Langendorff. In der Tiefe von dickem, rundem Altcharakter, in der Höhe von dramatischer Kraft, dabei über ein wunderschön weiches, zartes Piano verfügend, ist ihre Stimme gerade so gut für Lieder Pastos-majestätischen, wie lyrisch-innigen Characters geeig. Schuberts Der Tod und das Mädchen habe ich selten mit so ergreifender Innerlichkeit, so vollendet schönem poetischen Sichversenken in die Stimmung singen gehört, wie von Frieda Langendorff; aber nicht minder gelang ihr die Herausarbeitung großzügiger Steigerungen und erhabener Stilgröße; Schuberts Allmacht gab hiervon einen eindringlichen Beweis.
Hannoverscher Anzeiger. Frieda Langendorff und Paul Schramm. Ein mohlgelungenes Konzert, dessen Erfolg sich die Sängerin Langendorff und der Pianist Schramm zu gleichen Teilen zuschreiben können. Frieda Langendorff weiß ihre dunkel timbrierte, metallische und große Mezzosopranstimme in den Dienst ausdrucksreichen, empfindungstiefen Gelanges zu stellen und konnte deshalb mit ihren auch der Großzügigkeit und Plastik nicht entbehrenden Borträgen das Auditorium durchaus fesseln.
Hannoverisches Tageblatt. Ungeteilte Anerkennung löste ebenfalls der Gefang Frieda Langendorffs aus, einer mit einer pastosen, gut gebildeten und zu künstlerischen Wirkungen erzogenen Altstimme begabten Dame, deren Gestaltungsvermögen auch für anspruchsvollere Aufgaben, wie Schuberts Allmacht, Der Tod und das Mädchen, Beethovens Die Himmel rühmen, Freudvoll und leidvoll usm. Ausreichte.
Neue Zeitschrift für Musik, Leipzig, Nr. 49. — — Hervorstechend war der Liederabend von Frieda Langendorff unter Assistenz des Pianisten Paul Schramm.
Andere Urteile über Frieda Langendorff.
Berlin, Bossische Zeitung. 1911. — Sie ist eine große tragische Kraft, eine gute Pinchologin und eine strahlende Sängerin.
Berlin, Der Tag. 1911. — ihr wohlgebildeter Mezzosopran ist klangschön und pariert in allen Lagen.
Berliner Neueste Nachrichten. 1911. — Man hörte ein volles, klangreiches Organ, das in Tiefe und Mittellage ganz wundervolle Register besißt.
Berlin, Bossische Zeitung. — dazu eine Stimme, die nicht nur weit schwingende Melodienbögen mit ihrer Kraft ausfüllte, sondern auch harten, kurzen, dramatischen Akzenten Wucht und Ueberzeugung verlich.
Wien, Neue freie Breffe. 1908. — Das die Altlage erreichende Organ strömt ungemein warm dahin und hat einen ganz bedeutenden Umfang.
Wien, Wiener Algemeine. 1908. — Ihre trefflich Und edel gebildete Stimme ist in der hohen wie in der Tiefen Lage von gleichmäßigem Wohlflang und seltener Schönheit —
New York, New Yorker Revue. 1911. — Die Fülle ihres kräftigen Alts, dem für jebe Art des Ausdrucks die rechten Farbentöne zur Berfügung stehen, läßt die Ortrud der Künsterin als stimmlich glänzende Leitung bewerten. Das vornehm geschulte Organ der neuen Ortrud zeigte sich der gewaltigen Partie vollkommen gemachsen.
Berlin, Freisinnige Zeitung. 1910. — Recht erfreuen konnte man sich an dem herrlich klingenden, ausgiebigen satten Mezzosopran der Frau Langendorff.
Straßburg. 1904. — Die Wärme ihrer umfangreichen, gut geschulten Stimme bringt zum Herzen und weiß jedem Liebe Seele zu verleihen.
Prag, Bohemia. 1908. — Die Kehle bleibt in allen Registern in der gleichen Lage, sie emfaltet namentlich in der Höhe eine ungemeine Kraft und behält dabei doch gleichen schönen Wohllaut. Der Tonansaß ist klar und rein und sicher; in den Koloraturen nimmt die Dame alles mit peinlichster Präzision. Auch der kleinste Ton wird von ihr gefungen und alles mit wohldurchdachtem Akzent.
Prag, Prager Tagblatt. 1908. — Ihre schöne Kräftige und schiegsame Stimme, die troß ihrer Höhe jenen Ausgesprochenen, warmen Altcharacter besißt, den man leider so selten findet —
Hamburg, Hamburger Zeitung. 1912. — Als Besißerin persönlicher Mittel fiel Frau Langendorff gleich anfangs als schäßenswerte Bekanntschaft auf. Die Wucht üppiger, satter Klangmittel dieses Mezzosoprans ließ auch der spätere Berlauf günstigst wahrnehmen.
Heidelberg, Heidelberger Tageblatt. 1913. — Die Stimme mit der satten Tiefe des Mezzosoprans, hat in der Höhe die Qualitäten eines richtigen Soprans. Die Gesangskunft ist vollendet die Aussprache vorzüglich; man ist im Zweifel, ob man der Sängerin oder der Pinchologin den Borzug geben soll. Ich bin selten einem so umfangreichen und schönen Mezzosopran begegnet.
Wagner-Konzert.
Rostocker Anzeiger. 28. November 1913.
Frau Langendorff von der Metropolitan-Opera-House in Newyork, der größten Oper der Welt, zählt also zu den Stars von Weltruf. Eine gütige Natur hat ihr einen verschwenderischen Reichtum an stimmlichen Mitteln mit auf den Weg gegeben. In dieser selten unfangreichen Stimme ist jeder Ton zu edler Schönheit ausgebildet. Die Höhe klingt fieghaft und strahlend und die bedeutende Tiefe hat einen streichenden vollen Klangcharakter. Diese herrlichen Mittel find kultiviert von einer phänomenalen Gefangskunst. Für alle Nuancen einer reichen Gefühlskala weiß die Künstlerin den Tönen Farbe und Charakter zu geben. Eins aber sticht besonders hervor; der warme, saftige, lebensprühende Klang, der ins Herz dringt und unvergeßlich ist. Zu diefen glänzenden Eigenschaften gefellt sich die Reife einer abgaklärten Kunst, einer Gestaltungskraft, die mit vollen Händen aus der Tiefe schöpft und in die Tiefe geht. Mit einen unendlich feinen Nerv spürt die Künstlerin jeder Wirkung nach, verleiht sie jeder kleisten Einzelheit ihres Bortrages den wahren Ausdruck des Lebens. Schon gleich die Arie des Adriano aus Rienzi war eine Offenbarung lebenwahrster Kunst, echtesten, nicht übertriebenen Gefühls. Wagners drei Gedichte Der Engel, Schmerzen und Träume sind noch selten to ergreifend gefungen worden. Frau Langendorff zeigte sich namenlich in Träume als reproduzierende Künstlerin dem Weisterwerf kongenial. Den ergreifendsten Ausdruck fand die große Künstlerin aber in Isoldes Liebestod: mit bewunderungs mürdiger Sensibilitat stand sie plößlich auf dem Höhepunkt diefer ganz in geistige Sphären erhobenen Tragödie. Die künstlerische Behandlung des Wortes, der einzelnen Prase und Linie, Abtönung, Steigerung und Schwung waren hier Offenbarungen einesnachchaffenden Genies. Wir sind dem Konzertverein ganz besonders dankbar dafür, daß er uns eine solch bedeutende Künstlerin vermittelt hat.
Konzert-Tournee Nord-Amerika 1911/1912.
New York Times, Nov. 16.
In addition to those mentioned was Mme. Frieda Langendorff, a soprano with a voice of much richness and power.
New York Herald, Nov. 10.
The aria from 'Elijah' had Mme. Frieda Langendorff as its interpreter, and she gave the familiar excerpt an impressive performance, demonstrating her thorough knowledge of oratorio style and traditions, and using her rich, vibrant, and large ranged voice with uncommon vocal skill and rare artistic refinement. She received a richly deserved ovation for her masterful and distinguished work.
San Francisco Chronicle, Febr. 19.
She has a phenomenally rich and powerful mezzo-soprano voice with the lusciousness and lower register of a contralto. Her programme proved her essentially a dramatic artist, for she reached her very greatest moments during the operatic arias. In these she thrilled by her forcefulness and towering dramatic strength as well as by her eloquent and colorful expression.
Los Angeles Evening News, Febr. 6.
The singer was in splendid voice and appeared to excellent advantage with orchestra and in the great auditorium, which she filled with utmost ease. Mme. Langendorff handled both the dramatic work in the recitative and the florid passages in the aria of this prodigious number with fine effect. She possesses the temperament to well meet the tense, emotional demands of the work, and has the technical skill to use her voice with surprising facility in the colorature passages—surprising because of the unusual tonal power of the voice.
Object Description
| Rating | |
| Title | Frieda Langendorff: Konzert - Kritiken |
| Date Original | 1912 |
| Topical Subject (LCSH) |
Sopranos (Singers) Entertainers Women artists |
| Personal Name Subject | Langendorff, Frieda (Mme.) |
| Chronological Subject | 1910-1920 |
| Type (DCMIType) |
Text Still image |
| Type (AAT) |
Brochures Promotional materials |
| Type (IMT) | jpeg |
| Digital Collection | Traveling Culture: Circuit Chautauqua in the Twentieth Century |
| Contributing Institution | University of Iowa. Libraries. Special Collections Dept. |
| Archival Collection | Redpath Chautauqua Collection |
| Subcollection | Chautauqua Brochures |
| Collection Guide | http://lib.uiowa.edu/collguides/?MSC0150 |
| Collection Identifier | MSC0150 |
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| Number of Pages | 8 |
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| Date Digital | 2001 |
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